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Maschineneinbringung leicht gemacht

Wenn sechs Tonnen zum Schweben gebracht werden

Die Produkte, die damit hergestellt werden, sind klein bis winzig. Doch produziert wird auf großen Maschinen, die vor allem eines mitbringen: ein überaus ordentliches Gewicht. Ein Fall für die Experten von DB SCHENKERspecial.

Ein führender Hersteller sensorbasierter Systemlösungen für die Automobil- und Industrieelektronik, die Micronas Gruppe, wollte an ihrem Standort in Freiburg zwei Pressmaschinen für die Produktion von elektronischen Kleinteilen gegen eine neue austauschen. Für die Aus- und Einbringung in der Produktionshalle beauftragte das Unternehmen die Geschäftsstelle Freiburg (Messen/Spezialverkehre) der
Schenker Deutschland AG. „Mit der Schenker Deutschland AG arbeiten wir schon seit mehreren Jahren erfolgreich zusammen. Die Mitarbeiter kennen sich mit unseren Sicherheitsbestimmungen bestens aus und mussten daher nicht eigens eingearbeitet werden. Das ist für uns ein großer Vorteil“, erklärt Markus Heizler, Manager Back-Assembly Operations bei Micronas in Freiburg. Nicht allein das Gewicht der Maschinen stellte eine Herausforderung dar. Ein druckempfindlicher Fußboden und wenig Platz zum Rangieren erforderten einige zusätzliche Vorbereitungen. „Die Produktionshalle von Micronas war ursprünglich nicht für das Aufstellen von Maschinen mit einem Gewicht von mehreren Tonnen vorgesehen“, erläutert Kai Wurzer, Leiter Spezialverkehre in Freiburg, denn Micronas hatte die Immobilie bei Gründung des Standortes von einem anderen Unternehmen übernommen. Um den Fußboden durch den Transport der bis zu sechs Tonnen schweren Maschinen nicht zu beschädigen, kam eine Luftkissenanlage zum Einsatz. Mit dieser Technik wird schweres Transportgut auf vier bis sechs Plattformen platziert, die auf pneumatisch gesteuerten Luftkissen ruhen. Eine Kompressoranlage pumpt die Kissen auf und sorgt dafür, dass das Gewicht der Maschine gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt wird. „Bei einer Pressmaschine, wie wir sie bei Micronas eingebracht haben, ist das Gewicht punktuell sehr ungleich verteilt. Insgesamt hatten wir es mit sechs Tonnen zu tun“, beschreibt Kai Wurzer: „Für derart hohe Gewichtsspitzen war der Fußboden auf dem Weg zum endgültigen Standort der Maschine einfach nicht ausgelegt.“ Praktischer Nebeneffekt der Luftkissentechnik: Sämtliche Bodenunebenheiten sowie Türschwellen und Übergänge nahm der Transport gleichsam „schwebend“. Beim Transport vom Hallentor bis zum endgültigen Standort war zentimetergenaues Rangieren gefragt. Den Transportweg säumten andere Maschinen und rechts und links des Transportgutes verblieb weniger als ein halber Meter Platz. Die Einbringung wurde auf einen Sonntag gelegt, an dem die Produktion stillstand. „So waren wir die Einzigen, die während des Transportes in der Halle agierten“, wie Kai Wurzer ausführt. Ungefähr 7 Stunden dauerte die Aktion. Morgens um acht Uhr ging das Team der Schenker Deutschland AG an den Start und nachmittags um drei wurden die letzten Verpackungseinheiten im Lkw verstaut.

Der Arbeitsumfang im Überblick

  • Anlieferung der Neumaschine per luftgefedertem temperaturgeführtem Transport aus den Niederlanden
  • Ausbringung zweier alter Maschinen aus der Produktionshalle
  • Entladung der Neumaschine und Einbringung in die Produktionshalle
  • verwendetes Spezialequipment: Luftkissen-Anlage, Kompressor, 10-Tonnen-Gabelstapler

Letzte Aktualisierung: 04.01.2016

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